Porscheinstrumente im Käfer

 


FAQ:

 

Passt der Porschetacho in den Käfer?

Wie Drehzahlmesser anschließen?

Welchen Tankgeber verwenden?

Wie wird das Multiinstrument angeschlossen?

Öltemperaturanzeige im Multiinstrument?

Gehts auch ohne Multiinstrument?

Wie Leitungen vom Motorraum zum Cockpit?

 

Passt der Porschetacho in den Käfer?

 

Jein. Von den Anschlüssen her passt er, von den Einbaumaßen her muss sich leider jeder selbst etwas einfallen lassen.

 

Die Hauptinstrumente des Porsche 924 sind original nur gesteckt und mittels Gummilippe fixiert. Geklebte oder genietete Winkel, die dann mittels Rohrschelle die Instrumente fixieren, haben sich bewährt. Der eine oder andere mag mit einem 100er KG-Rohr auch eigene Gehäuse gebaut haben, in denen sich dann die Instrumente mittels Gummilippe befestigen ließen.

 

Der Tacho selbst zeigt bei der originalen Käferbereifung relativ genau an, ein 195/60 15er Reifen hat noch einen entsprechenden Abrollumfang, um den Tacho zuverlässig (+5 km/h) die richtigen Geschwindigkeiten anzeigen zu lassen.

 

Bei Bereifung mit zunehmend kleiner werdendem Abrollumfang ist eine Eichung des Tachos zu empfehlen.

 

Lässt man die gesetzlich zulässigen Toleranzen ausser acht (7% vom Skalenendwert), ergibt sich bei gegebener Geschwindigkeit und Bereifung folgende Abweichung:

 

 

Bei obigem Diagramm wurden die serienmäßig vorhandenen Toleranzen vernachlässigt. Bei Einsatz eines 195/50 15er Reifens an der Vorderachse ergibt sich also bei 100 km/h eine Abweichung von mindestens7 km/h, es würden somit mindestens 107 km/h angezeigt.

 

Unterstellt man nun, dass der Tacho die gesetzlich zulässigen Toleranzen ausreizt und addiert diese zu obigem Diagramm, ergeben sich folgende Abweichungen:

 

 

Es ergibt sich also im ungünstigsten Fall bei Einsatz eines 195/50 15er Reifens an der Vorderachse bei 100 km/h eine Abweichung von maximal 24 km/h, es würden also 124 km/h bei 100 gefahrenen km/h angezeigt.

 

Da Porschetachos i. d. R. sehr genau sind wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen. Eine Tachoangleichung kostet bei Tacho Thomas rund 30 Euro.

 

Wie Drehzahlmesser anschließen?

 

Der Drehzahlmesser des Porsche 924 wird ebenso angeschlossen, wie die meisten anderen Drehzahlmesser auch. Neben der Versorgungsspannung für die Instrumentenbeleuchtung werden Masse (=Minus) an der mit "-" beschrifteten Klemme und Zündplus (Klemme 15, vom Sicherungskasten oder Käfertacho abzuzweigen) an der mit "+12" beschrifteten Klemme.

 

Das Drehzahlsignal wird im Motorraum an der Zündspule an Klemme 1 abgegriffen und über eine Leitung direkt, ohne Sicherung, an Klemme 1 am Drehzahlmesser abgeschlossen.

 

Speziell beim 1600i:

 

Die Zündspule des 1600i verfügt über 4 Kontakte. 3 Kontakte werden über einen 3poligen Stecker herausgeführt, der 3te Kontakt über ein grünes Kabel, das ohne Stecker, direkt aus dem Gehäuse heraus führt und mit einem einzelnen Steckverbinder mit der Fahrzeugelektrik verbunden ist. Über dieses grüne Kabel wird das Drehzahlsignal abgegriffen, z. B. mit einem Stromdieb, Quetschverbindern oder mittels Löten.

 

Welchen Tankgeber verwenden?

 

Wer unbedingt das Porsche Multiinstrument einbauen möchte, braucht einen passenden Geber zur im Instrument integrierten Tankanzeige. Porsche verwendete im 924er einen Tauchrohrgeber mit Reservekontakt. Der würde vom Anschlussflansch her zwar auf die Tanks der VW 1200 passen, er ist allerdings zu lang.

 

Wer den Porsche-Tankgeber kürzt (zerlegen, Alurohr mittels Säge kürzen, Stange kürzen und neues Gewinde schneiden) braucht einen passenden Widerstandsdraht, z. B. vom Typ3-Geber. Teilweise ist der Widerstandsdraht auch über die Industrie zu beziehen, allerdings dann i. d. R. als Rollenware mit mehrere km Draht.

 

Wer den originalen Widerstandsdraht kürzt wird hinterher das Problem haben, dass die Tankuhr nie ganz leer anzeigen wird, weil der hierfür benötigte Gesamtwiderstand nicht mehr erreicht wird.

 

Alternativ kann für den Porschegeber der Tauchrohrgeber des Typ-3 verwendet werden, allerdings muss dann auf die Leuchte für die Reserveanzeige verzichtet werden.

 

Weiterhin bieten Händler wie z. B. Hoffmann-Speedster Tauchrohrgeber für ca. 60 € an, diese Alternative ist vor allem für den Einbau bei 1302 und 1303 interessant, da der Geber hier mittels Bajonettverschluss befestigt wird und Porsche- bzw. Typ 3-Geber hier nicht ohne weiteres verwendet werden können.

 

Auch hier ist Tacho Thomas die richtige Adresse für Materialbeschaffung und Beratung.

 

Wie wird das Multiinstrument angeschlossen?

 

Die Grafik zeigt das Anschlussbild auf der Rückseite des Multiinstrumentes vom Porsche 924

 1 - Temperaturfühler

 2 - Masse

 3 - + Instrumentenbeleuchtung

 4 - + Fernlichtanzeige

 5 - - Blinkeransteuerung (Massegesteuert!)

 6 - Öldrucksensor

 7 - + Zündung

 8 - - Tankanzeige

 9 - - Reserve-Anzeigeleuchte (Massegesteuert)

10 - - Handbremsleuchte (Massegesteuert)

11 - - Generatoranzeigeleuchte (Erregerstrom von der Lima)

12 - + Zündung

 

 

Öltemperaturanzeige im Multiinstrument?

 

Da es sich bei Käfer und Konsorten in der Regel um luftgekühlte Fahrzeuge handelt, findet sich für die Wassertemperaturanzeige i. d. R. keine Verwendung, allerdings lässt sich statt dessen eine Öltemperaturanzeige integrieren.

 

Hierfür gibt es 3 gängige Möglichkeiten:

 

1. Die Wassertemperaturanzeige bleibt wie sie ist und wird mit einem Geber für 120 °C verwendet. Der rote 

    Bereich läge dann von ca. 110 bis 120 °C.

 

2. Die Wassertemperaturanzeige bleibt erhalten, es wird ein Geber bis 150 °C verwendet und das Messwerk durch

    externe Beschaltung entsprechend umgeeicht (kann man z. B. bei http://www.pimpmybug.de machen lassen).

 

3. Das originale Drehspulenmesswerk wird durch ein Messwerk für Anzeigebereich 150 °C ersetzt und mit dem

    dazugehörigen Geber betrieben.

 

Gehts auch ohne Multiinstrument?

 

Ja, gar keine Frage.

 

Die einzelnen Kontrollleuchten, z. B. für Öldruck, Blinker, Fernlicht sowie die Ladekontrollleuchte können separat ausserhalb des Tachos durch handelsübliche Birnen oder LEDs ersetzt und z. B. in eine Aluminiumblende integriert werden. Es gibt auch fertige Instrumente mit den nötigen Kontrollleuchten im Motorradzubehörhandel.

 

Lediglich bei der Ladekontrollleuchte ist zu beachten, dass eine Last von 2 Watt erreicht wird, da sonst die Lichtmaschine nicht ausreichend vorerregt wird.

 

Wenn das Multiinstrument nicht verwendet werden soll kann der originale Tankgeber beibehalten und eine separate VDO Tankuhr im 52 mm Gehäuse, mit gedämpftem Messwerk verwendet werden.

 

Wie Leitungen vom Motorraum zum Cockpit?

 

Hierfür eignet sich am besten eine flexible, mehradrige Leitung, z. B. 7x 1,5 mm² aus dem Kfz-Zubehör (Meterware), die zusammen mit dem originalen Kabelbaum vom Cockpit bis hin zum Motorraum verlegt wird. Bei wenigen Einzeladern können die originalen Durchführungstüllen verwendet werden. Wenns etwas mehr werden soll, z. B. weil die Chinch-Kabel für die Audioanlage gleich mit verlegt werden sollen, sollte man zum Bohrer greifen und mit Hilfe von Durchführungstüllen (von ATU, Conrad etc.) neue Möglichkeiten zur Kabelverlegung schaffen.

 

Es muss dann nur ein einziges Kabel verlegt werden und man hat trotzdem ausreichend Reserven, um später z. B. eine Öldruckanzeige oder ähnliche Zusatzinstrumente anschließen zu können ohne erneut Leitungen verlegen zu müssen.

 

Gebündelt werden die Kabel mit Kabelbindern oder Isolierband.

 

Wers besonders ordentlich mag, der kann die zusätzlichen Leitungen als Einzeladern (H07V-K) verlegen und zusammen mit dem Kabelbaum mittels Gewebeband (Kfz-Zubehör, spezielles Gewebeband für Kabelbäume) zu einem einzelnen Kabelbaum wickeln.

 

Home